Symbolbild USB-Stick © Bildagentur PantherMedia ronfromyork

Datenrettung vom USB Stick

Ein USB Stick ist für Viele heutzutage ein ständiger Begleiter, den man sich aus dem Alltag nur schwer wegdenken kann. Persönliche Daten, Urlaubsfotos und Geschäftsdateien finden ihren Platz auf den kleinen Alltagshelfern. Immer dann, wenn Daten zuverlässig transportiert werden sollen. Umso schlimmer kann es sein, wenn dann der treue Begleiter auf einmal den Geist aufgibt, natürlich ausgerechnet dann, wenn man ihn dringend braucht.

Symbolbild USB-Stick © Bildagentur PantherMedia ronfromyork

Symbolbild USB-Stick © Bildagentur PantherMedia ronfromyork

Woran erkenne ich einen defekten USB Stick?

Das große Problem mit Speichermedien ist, dass sie oft plötzlich und unverhofft kaputtgehen, dem Anwender also nur selten eine Chance geben den Schaden frühzeitig zu erkennen. Sollte es dazu kommen, dass ein USB Stick kaputtgeht, dann wird er vom Computer im Bestfall noch erkannt und nur der Explorer braucht eine sehr lange Zeit, bis die auf dem Stick abgelegten Dateien angezeigt werden. Dann hat man mit etwas Glück noch die Möglichkeit schnell die Dateien vom Stick auf der Festplatte abzuspeichern. Oft ist es aber so, dass ein Speicherstick vom einen auf den anderen Tag überhaupt nicht mehr am Rechner erkannt wird. Dann helfen folgende Tipps bei der Datenrettung.

Daten von einem defekten USB Stick retten: So geht’s

Wird der Stick nicht mehr erkannt, sollte man erst einmal den USB Port des Rechners überprüfen. Das macht man ganz einfach dadurch, dass man ein zweites Gerät anschließt und dessen Funktion prüft. Funktioniert das Testgerät, ist davon auszugehen, dass der Fehler beim USB Stick liegt.

Sind wir uns nun sicher, dass das Problem beim Datenträger sitzt, können wir uns den Lösungsansätzen für ein solches Problem zuwenden.

Ein mögliches Problem ist eine Kollision von Laufwerksbuchstaben. Das bedeutet, dass ein anderes Medium unter Windows bereits den Laufwerksbuchstaben verwendet, den euer USB Stick verwenden möchte. Zur Lösung sucht ihr auf eurem Rechner nach der „Computerverwaltung“. Dort klickt ihr auf „Datenspeicher“ und öffnet dann die „Datenträgerverwaltung“. Findet ihr dort euren USB Stick als Datenträger, könnt ihr mit einem Rechtsklick einen neuen, noch nicht vergebenen, Laufwerksbuchstaben zuweisen, und euer Datenträger steht euch wieder zur Verfügung.

Tritt der Fall ein, dass der Stick zwar erkannt wird, aber man ihn im Explorer nicht öffnen kann, liegt wahrscheinlich ein Defekt im Dateisystem vor. Bevor man hier überstürzt handelt, sollte man sich als allererstes an den Bordmitteln von Windows bedienen. Öffnet man mit einem Rechtsklick auf den vermeintlich kaputten USB Stick die „Eigenschaften“ und klickt dort auf den Reiter „Tools“ bietet Windows die hauseigene Fehlerüberprüfung an. Diese bietet einen guten und unkomplizierten ersten Schritt zur Datenrettung.

Sollte auch diese Maßnahme fruchtlos bleiben bieten die von vielen Herstellern im Internet angebotenen Datenrettungsprogramme oft eine vielversprechende Methode zur Datenrettung. Ob man sich für ein kostenloses oder zahlungspflichtiges Datenrettungsprogramm entscheidet, bleibt einem selbst überlassen, ganz davon abhängig welchen Funktionsumfang die Datenrettungssoftware einem bieten soll.

Die meisten gängigen Programme werden dabei den Datenträger analysieren und dann eine Liste von Dateien anzeigen, die wiederhergestellt werden können. Mit einem Klick lassen diese sich dann auf die Festplatte des Computers kopieren und sind damit vorerst sicher.

Fazit

Sollte keine der im Artikel beschriebenen Methoden helfen, besteht noch die Möglichkeit eines mechanischen Schadens am Datenträger selber, etwa durch einen Sturz. Dann hilft für ein zuverlässiges Ergebnis nur noch der teure Gang zum Experten. Aber in der Regel ist es erst mal kein Grund zur Panik, wenn ein USB Stick sich dem Ende seines Lebens nährt, denn die Chancen stehen gar nicht so schlecht, dass Sie die Daten doch noch retten können, sei es mit Windows Bordmitteln oder mit Datenrettungssoftware von einem Drittanbieter. Aber besonders beim Umgang mit persönlichen oder wichtigen Daten sollte man immer und ohne Ausnahmen Backups bereithalten, um im schlimmsten Falle eines Totalschadens selber noch glimpflich davonzukommen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.