Gaming-Computer | © PantherMedia / bodnarphoto

Gaming-Computer zusammenstellen: Darauf müssen Sie achten!

Wenn Sie im Begriff sind, sich einen Gaming-PC selbst zusammenstellen, sollten Sie unbedingt einige Dinge beachten, damit Sie sicher sein können, für ein optimales Spielergebnis alles richtig konfiguriert zu haben.

Der Arbeitsspeicher spielt natürlich eine absolut übergeordnete Rolle, aber auch CPU und Grafikkarte sind bei der Zusammenstellung von entscheidender Bedeutung. Schließlich haben viele Spiele eine ausgefeilte Grafik, bei der die Leistungsfähigkeit Ihres Rechners schnell auf die Probe gestellt wird.

Aus diesem Grund sind Spielekonsolen bereits werksseitig für diese Herausforderungen ausgelegt, anders sieht das bei gewöhnlichen Computern aus. Daher ist es äußerst wichtig, dass bei einem Gaming-Computer diese überaus wichtigen Komponenten hervorragend aufeinander abgestimmt sind.

Gaming-Computer | Die Leistung hängt vom Budget ab

Rein theoretisch ist es natürlich möglich, dass Sie sich in einem Fachgeschäft in Punkto Zusammenstellung eines Gaming-PCs beraten lassen, doch heutzutage wird dieser Dienst kaum noch angeboten. Im besten Fall erhalten Sie an dieser Stelle den Verweis auf die typischen Standardangebote, oder es wird einfach auf den Online-Shop verwiesen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie sich vorab eine Liste mit allen wichtigen Komponenten für Ihren persönlichen Gaming-Computer zusammenstellen und dabei aber auch gleichzeitig Ihr Budget berücksichtigen.

Wichtige Komponenten für einen Gaming-Computer

Zu den wichtigen Komponenten gehört an erster Stelle die leistungsfähige Grafikkarte. Und natürlich sind auch die Komponenten entscheidend für das Spielvergnügen.

  • Gehäuse
  • Netzteil
  • CPU
  • Mainboard
  • RAM
  • Monitor
  • Maus, Tastatur und Boxen

Die Komponenten sind für jede Preisklasse von Gaming-Computern entscheidend und unterscheiden sich dann in der Folge in ihrer Leistungsfähigkeit.

Über perfekte Bilder entscheidet die Grafikkarte

Grafikkarte | grafvision - photodune.net

Grafikkarte | grafvision – photodune.net

Die Grafikkarte ist eindeutig die zentrale Komponente eines Gaming-PCs, denn sie entscheidet am Ende, wie flüssig ein Spiel mit vielen grafischen Details auf dem Rechner läuft. Namhafte Grafikkarten liefern die Hersteller AMD und NVIDIA, deren neuste Grafikkarten Technology bei Mindfactory und anderen bekannten Händlern zu finden ist.

Wichtig: Die Grafikkarte sollte über möglichst viel Arbeitsspeicher verfügen. Das dient vor allem der Entlastung des Hauptspeichers. Außerdem muss die Grafikkarte über eine möglichst schnelle sogenannte GPU (Graphics Processing Unit) verfügen. Eine Grafikkarte mit einer so hohen Leistungsfähigkeit benötigt dann auch ihren eigenen Lüfter. Oft sind bei Highend Gaming PC wassergekühlte Lüfter verbaut.

Das Gehäuse – worauf Sie achten müssen

Das Gehäuse muss beim Gaming-PC besondere Anforderungen erfüllen. Im Vordergrund stehen hier die Gehäuselüfter, die einen permanenten Luftstrom gewährleisten müssen. Auch die Größe ist für einen Gaming-PC wichtig, daher sollte das Gehäuse hier keinesfalls zu klein sein, um auf jeden Fall noch Platz für spätere Upgrades bereitzustellen.

Die MIDI-Bauform wäre beispielsweise ein guter Kompromiss in Sachen Größe. Dieser ist zwar nicht riesig, stellt aber ausreichend Platz zur Verfügung und bietet darüber hinaus auch noch ausreichend Einschübe.

Das Netzteil muss für ausreichend Power sorgen

Was die Größe des Netzteils angeht, so gibt es hier eine verbindliche Norm. Das bedeutet, dass beinahe jedes Netzteil in nahezu alle Gehäuse passt. Für die Anforderungen von Gaming-PCs reichen die modernen Netzteile mit 600 bis 800 Watt in der Regel vollkommen aus.

Hier ist der Wirkungsgrad wichtig, denn je höher dieser ist, desto effizienter arbeitet das Netzteil bezogen auf den Stromverbrauch.

CPU, Mainboard und RAM sind das Herzstück

CPU

Je mehr CPU-Power, desto besser. Im ersten Schritt gilt es, sich zu entscheiden, ob es ein Intel oder AMD Modell sein soll. Insgesamt stellt sich die Situation wie folgt dar: Über Intel-Prozessoren wird gesagt, dass sie besonders zuverlässig und robust sind. AMD-Prozessoren sind aber häufig bei vergleichbarer oder höherer Leistung deutlich günstiger. Wichtig ist aber, dass Sie hier nicht den neuesten Prozessor wählen, denn diese sind in der Regel deutlich teurer.

Mainboard

Um zu gewährleisten, dass das Mainboard mit dem Prozessor kompatibel ist, muss es den passenden CPU-Sockel haben. Außerdem sollte der Hauptspeicher durch eine Platine mit mindestens 16 Gigabyte unterstützt werden. Auch das Mainboard sollte besser größer ausgestattet sein und daher über 4 RAM-Slots verfügen. Beim CPU-Lüfter ist es nicht nur wichtig, dass dieser ausreichend dimensioniert, sondern dass er auch schön leise ist.

Der Monitor – je größer, desto höher das Spielvergnügen

Je hochwertiger der Monitor, desto besser. Aber hier gilt das Gleiche wie bei den Prozessoren, es sollte sich nicht gleich um das Topmodell handeln. Unabhängig davon, ob es sich um einen Curved-, 3D- oder Standardmonitor handelt, hauptsache ist, dass das Anzeigegerät Ihres Gaming-PCs auf die Spiele abgestimmt ist.

Neben der verwendeten Technologie sind das Kontrastverhältnis und eine möglichst niedrige Latenzzeit für verzögerungsfreie Eingaben besonders wichtig.

Das Zubehör: Maus, Tastatur und Boxen

Maus, Tastatur und Boxen | © PantherMedia / DaLiu

Maus, Tastatur und Boxen | © PantherMedia / DaLiu

Bei Tastaturen gibt es eine große Auswahl in Sachen Beleuchtung, das gilt ebenso für die Gaming Mäuse mit vielen frei konfigurierbaren Tasten. Hier ist allerdings vieles reine Geschmackssachen. Bei diesen Tastaturen ist aber zu bedenken, dass sie möglicherweise auch für den normalen Einsatz am PC geeignet sein sollten.

Eine gute Wahl treffen Sie aber sicherlich, wenn Sie sich für ein Keyboard mit ausreichend zusätzlichen Tasten entscheiden. Letztlich unterstützen viele Spiele eine freie Tastenbelegung. Dies ermöglicht dann unter anderem, die Tonlautstärke oder weitere Systemeinstellungen zu verändern, ohne dass Sie das Spiel dabei verlassen müssen.

Für beinahe alle Anwendungen ist in der Regel ein 2.1-System bei den Boxen ausreichend. Diese Systeme verfügen jeweils über zwei Boxen, die entsprechend rechts und links vom Monitor platzieren lassen und einem Subwoofer, der unter dem Tisch Platz findet. Weitere Boxen lassen sich hinten im Raum platzieren, falls es sich um Spiele mit Dolby Digital- oder Dolby Atmos-Fähigkeit handelt. Insgesamt stellt sich hier aber die Frage, ob es Boxen oder doch lieber Kopfhörer sein sollen, auch das hängt von den persönlichen Vorlieben ab.

Preise für einen Gaming PC

Eines lässt sich mit Sicherheit sagen: Der Gaming PC ist auf jeden Fall teurer, als der Office PC. Aber es muss nicht immer High End sein, auch für das kleine bis mittlere Budget lassen sich gute Systeme zusammenstellen. In den unten genannten Beispiele sind keine Preise für Monitore, Tastatur/Maus und Boxen berücksichtigt.

→ Preisklasse bis 800 Euro

Irgendwo muss man anfangen, beim Preis zu sparen, um auch in dieser Preisklasse zu einem guten Gaming PC zu gelangen. Das fängt beim Gehäuse an. Hier muss man zwar auf LED Effekte verzichten, aber auch in einem Gehäuse für rund 30 Euro lässt sich alles unterbringen.

Schneller geht immer, aber auch mit einem i3 Quad Core-9100 (3,6 GHz) Prozessor mit 6 MB Cache lässt sich schon spielen. Wichtig ist und bleibt die Grafikkarte und in dieser Preisklasse liefert das ungetrübte Spielerlebnis zum Beispiel eine 6 GB NVIDIA GEFORCE GTX 1660 Grafikkarte, die zudem auch noch GTX VR fähig ist.

→ Preisklasse bis 1500 Euro

In dieser Preislasse darf das Gehäuse dann schon etwas mehr kosten, bietet dafür aber auch einige besondere Features. Das CORSAIR CRYSTAL SERIES 570X-GAMING-GEHÄUSE + RGB-LÜFTER ist aus Stahl mit gehärtetem Glas gefertigt und kostet 138 Euro.

Als Prozessor darf es hier dann schon ein i5 Six Core Prozessor sein. Für den großen Preissprung ist hier dann die Grafikkarte verantwortlich. Die 8 GB NVIDIA GEFORCE RTX 2070 Super kostet rund 350 Euro mehr, als die im anderen Beispiel benannte Grafikkarte.

→ Preisklasse bis 2300 Euro

Um das Beispiel einmal fortzuführen, wechseln wir beim Gehäuse nun auf einen Full Tower mit viel Platz und Be Quiet Lüftung. Hier verdoppelt sich der Preis noch mal auf rund 280 Euro. In dieser Preisklasse spielen wir dann auch gerne mit einem i7 Eight Core Prozessor mit 3,0 GHz und einem 12 MB Cache.

Noch einmal rund 700 Euro Aufpreis bringt dann die High End Grafikkarte in Form der 11 GB NVIDIA GEFORCE RTX 2080. Mit so einem Gerät ist man dann aber auch für die Neuentwicklungen der Spielehersteller für die nächsten Jahre gut gerüstet.

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