Symbolbild Was ist eine Blockchain © Bildagentur PantherMedia nils.ackermann.gmail.com

Was ist eine Blockchain

In den letzten Jahren hört man immer wieder den Begriff Blockchain, wenn man in diversen Finanzmedien liest. Dabei ist von hohen Kapital, Übersichtlichkeit und unveränderlicher Struktur die Rede. Ach ja, und Bitcoin, das ist ein Wort, dass eng mit dem Terminus Blockchain verwoben ist. Doch worum handelt es sich bei dieser Datenbank den nun? Was bewirkt sie und welche Auswirkungen hat sie auf das Leben in der Finanzwelt und vielleicht auch das eigene daheim?

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Eine Bank für alle

Fangen wir langsam an und bezeichnen die Blockchain am Anfang als eine Bank für alle. Sie bildet das Rückgrat der meisten digitalen Währungen, wovon Bitcoin wohl die Bekannteste sein dürfte. Im Grunde handelt es sich dabei um nicht anderes, als um eine Datenbank, die Transaktionen speichert. Diese hat jedoch einen maßgeblichen Unterschied zu den Datenbanksystemen aller anderen Banken auf der Welt. Sie kann im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Dies bedeutet, dass jede Zahlung für immer im System erhalten bleibt, auch wenn der Nutzer der sie getätigt hat, schon gar nicht mehr mit der Währung agiert. So könnte man die Datenbank auch als ein offen einsehbares Kassen buch verstehen, auf dass nicht nur die Bank Zugriff hat. Hierdurch wird ein enorm hohes Maß an Transparenz geschaffen, dass anders als bei traditionellen Systemen sehr gut vor betrügerischen Absichten schützen kann. Wenn jemand behauptet, eine Zahlung getätigt zu haben, so kann dies auch über die Blockchain nachgewiesen werden.

Gibt es nur eine Blockchain

Es stellt sich für viele immer wieder die Frage, ob es mehr als nur eine solche Datenbank gibt, denn es wird von der Block-Chain gesprochen. Tatsächlich hat aber jede sogenannte Cryptowährung ihre eigene Datenbank, denn die Systeme sind in der Regel nicht untereinander kompatibel. Daher können Bitcoins nur schwer in eine andere Währung umgerechnet werden, die ebenfalls nur auf digitaler Basis fungiert. Die unterschiedlichen Datenbanken haben aber eines gemeinsam. Sie sind absolut dezentral und somit auf vielen verschiedenen Computern verteilt. Diese Computer werden dabei Nodes genannt, wobei sie auch alle Transaktionen in den entsprechenden Blöcken hinterlegen.

Um hierzu die Vorstellung, für alle etwas zu vereinfachen, kann man sich das Ganze als ein Seil mit mehreren Knoten vorstellen. In den Knoten sind die Informationen abgelegt. Allerdings ist das Seil nicht mit allen Knoten hintereinander verbunden, sondern vielmehr ist die Struktur so angelegt, dass sich diverse Seile an verschiedenen Stellen treffen und dadurch neue Verbindungen erzeugen. Dies garantiert, dass die Daten auch noch bestehen bleiben, wenn das Netzwerk einmal in Teilen nicht mehr funktioniert.

Arbeitsweise

Die Chain arbeitet dabei mittels diverser Blöcke. Transaktionen gleicher Art werden in diesen zusammengefasst und dann auf ihre Gültigkeit geprüft. So wird hier zum Beispiel festgestellt, ob die Cryptowährung des Benutzers in ausreichendem Maße vorhanden ist, um die gewünschte Buchung durchzuführen.

Allerdings ist dies nicht der einzige Ansatz, der für ein solches System existiert. So können nicht nur Finanztransaktionen durchgeführt werden, sondern auch andere sensible Daten in der Datenbank abgelegt werden. Manche Unternehmen verwenden ähnliche Systeme zum Beispiel dazu, Verträge zu speichern und somit auch ihre digitale Gültigkeit zu sichern. Zudem macht es dieser Ansatz möglich, die Ausführung von Verträgen in Echtzeit zu verfolgen, sodass alle Parteien immer auf dem aktuellen Stand sind und durch die Sicherheit der Block-Chain keine Manipulationen möglich sind. Auch andere Datenbestände wie etwa die Verwaltung von Grundstücken und Eigentumsrechte lassen sich hier ablegen, Verwalten und für immer einsehen, da kein Eintrag jemals wieder gelöscht werden kann. Daher sind mittlerweile auch Staaten dabei, dieses fast unangreifbare System für ihre verwaltungstechnischen Aufgaben zu nutzen.

Sicherheit über alles

Doch wie kann die absolute Sicherheit dieser Daten garantiert werden. Hierbei läuft ein Prozess ab, der sich Proof-of-Work nennt. Dieses Prinzip ist im Grunde nichts anderes als ein mathematisches Rätsel. Die dabei im Raum stehenden Rechenaufgaben können nur durch mehrfaches Probieren gelöst werden und sind sehr komplex. Innerhalb dieser Berechnungen sind die eigentlichen Arbeitsprozesse eingebettet. Der Proof-of-Work soll dabei garantieren, dass auch genug Zeit in die Berechnung der jeweiligen Aufgabe investiert wird. Hierdurch wird die Struktur immer komplizierter, sodass eine Knacken dieser Verschlüsselung kaum möglich ist.

Der Versuch, in diesen Prozess einzugreifen, ist so aufwendig, dass dieser sich einfach nicht lohnen würde. Allein die Anforderungen zur Technik sind derart hoch, dass sie von kaum jemanden Erfüllt werden können. Zudem verbraucht das Ganze eine Menge Energie – was übrigens auch einer der Kritikpunkte am System ist – sodass sich ein Versuch der Manipulation einfach nicht lohnen würde. Ist der Proof-of-Work beendet, wird die Information in den jeweiligen Block geschrieben und mit einer eindeutigen ID versehen, die aus den Rechenvorgängen hervorgegangen ist. Diese ID ist einmalig und kann nicht noch einmal erzeugt oder ersetzt werden. Da sich die Datenbank im Nachhinein nicht ändern lässt, ist somit auch das Platzieren von falschen Informationen ausgeschlossen.

Das Mining

Das Mining ist nicht für jede Blockchain notwendig, wird aber im Finanzbereich grundsätzlich benutzt. Unter Mining versteht man die Erzeugung neuer Einheiten einer bestimmten Cryptowährung, durch einen sehr aufwendigen Rechenprozess. In diesem werden durch komplexe Formeln die Einheiten der jeweiligen Zahlungsmethode generiert. Je mehr Einheiten einer Währung entstehen, umso komplexer werden die Arbeitsprozesse, sodass ab einem bestimmten Punkt, keinen neuen mehr erzeugt werden können, denn die Berechnung dieser, würde ewig dauern. Dies garantiert, dass eine Währung niemals der Deflation oder Inflation ausgesetzt werden kann, denn sie kann nicht beliebig nachgedruckt werden.

Auch hier übernimmt die Chain eine wichtige Aufgabe, denn sie protokolliert diesen Prozess und hält genau fest, wie viele Einheiten der jeweiligen Währung generiert wurden. Auf diese Weise können keine falschen Werte in Umlauf gebracht werden, denn die korrekte Zahl lässt sich zu jederzeit in der Datenbank finden. 

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