Passwörter im Browser speichern – Praktisch oder zu risikoreich?

 

Sie haben in Ihrem Internet-Browser, beispielsweise bei Mozilla Firefox, die Möglichkeit, Passwörter zu speichern. Diese Funktion ist sehr bequem, sollte jedoch mit Vorsicht genossen werden, vor allem an öffentlichen Computern oder bei der Arbeit. Denn die gespeicherten Kennwörter können ohne Probleme im Optionsmenü angezeigt werden.

Die Speicherfunktion von Passwörtern sollte daher – wenn überhaupt – nur in Kombination mit einem sogenannten Master-Passwort genutzt werden, welches die anderen Sicherheitsschlüssel schützt. Ein Risiko bleibt dabei jedoch immer bestehen, auch wenn Firefox Kennwörter verschlüsselt speichert.
Um das Risiko eines unbefugten Zugriffs zu verringern, sollte das Master-Passwort möglichst stark sein. Wie ein gutes Passwort aussieht, haben wir Ihnen bereits im ersten Teil unserer Artikelreihe gezeigt.
Im Folgenden verraten wir Ihnen, wie Sie die entsprechenden Einstellungen in unterschiedlichen Browsern vornehmen können.

Mozilla Firefox

Master-Passwort festlegen
Die entsprechende Einstellung finden Sie im Optionsmenü von Firefox unter „Sicherheit“. Nachdem Sie den Haken gesetzt haben, können Sie das Master-Passwort eingeben und bestätigen. Danach müssen Sie dieses eingeben, bevor der Browser das erste Mal auf die gespeicherten Kennwörter zugreifen soll.

Speicherfunktion deaktivieren
In demselben Fenster lässt sich die Speicherfunktion für Passwörter auch komplett abschalten. Auch können Sie unter „Ausnahmen“ festlegen, welche Seiten bei aktivierter Speicherfunktion nicht berücksichtigt werden sollen.

Opera

Auch bei Opera können Sie Ihre gespeicherten Kennwörter mit einem Master-Schlüssel schützen. Öffnen Sie dafür das Optionsmenü, klicken Sie auf „Erweitert“ und gehen Sie dort zum Unterpunkt „Sicherheit“. Dort lässt sich zunächst das Master-Passwort festlegen, bevor weitere Einstellungen vorgenommen werden können. Praktisch hierbei ist, dass Sie angeben können, wie häufig die Abfrage des Master-Schlüssels stattfinden soll. Besonders Vorsichtige können beispielsweise einstellen, dass das Master-Passwort jedes Mal eingegeben werden muss, wenn ein gespeichertes Kennwort ausgegeben werden soll.

Google Chrome

Beim Chrome-Browser von Google wird eine ähnliche Methode angewandt. Hierbei sind Ihre gespeicherten Kennwörter jedoch mit Ihrem persönlichen Google-Konto verknüpft. Das hat den Vorteil, dass Sie mit Ihren Anmeldedaten von jedem Computer, auf dem Google Chrome installiert ist, auf Ihre Passwörter zugreifen können. Wer seine Kennwörter nicht nur durch seine Google-Zugangsdaten schützen möchte, kann auch bei Chrome eine Synchronisierungsphrase festgelegt werden, welche eine ähnliche Funktion übernimmt wie ein Master-Passwort.

Hinweis: Nutzer des Internet-Explorers haben nicht die Möglichkeit, ein Master-Passwort festzulegen. Daher ist das Speichern von Kennwörtern im Internet Explorer nicht empfehlenswert. Ein wenig mehr Schutz erhalten Sie durch Erstellen eines Gastkontos für Ihr Betriebssystem, sodass Gäste sich nicht in Ihrem Konto anmelden müssen, wenn sie an Ihren Computer möchten. Diese Lösung bietet jedoch keine zufriedenstellende Sicherheit.

Lesen Sie in unserer Artikelreihe noch mehr Wissenswertes über den Umgang mit Passwörtern.

>>> Weiter zu Teil 3: Passpack

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