Mozilla Firefox

Firefox ist einer von vielen Internet-Browsern. Aber nicht nur irgendeiner, sondern einer der führenden auf diesem heiß umkämpften Gebiet. Warum das so ist, wird im folgenden Text geklärt. Seit dem Update auf Version 48 kann Mozilla Firefox mit einem einzigartigen Feature auftrumpfen: Die Installation vom Adobe Flash Player ist optional. – Das mag sich erst nicht nach viel anhören und sicherlich ist dies nicht etwas für jedermann, aber Internetnutzer, die sich mehr Freiheit und persönlichen Einfluss auf ihre Software wünschen, werden sich darüber freuen. Natürlich wurden Flash-Inhalte nicht gänzlich abgeschafft, aber sie sind nun on-demand verfügbar. Ein kühner Schritt seitens Firefox. Aber das ist natürlich nicht die einzige Neuerung, die mit dem Update auf Version 48 kam. Trennung von Prozessen, verbesserte Sicherheit während Downloads und eine 64-bit Version sind andere neue Features mit denen Firefox nun aufwarten kann. Des Weiteren bleibt Firefox sich auch dahingehend treu, der Browser zu sein, der am meisten auf Sicherheit und Privatsphäre des Nutzers bedacht ist und zudem die meisten Möglichkeiten zur Personalisierung des Designs bietet. Ebenfalls erwähnenswerte Features von Firefox wären die sog. Tracking Protection (Ein Tool für gesteigerte Privatsphäre), Hello Video Chat und ein Tool, das es einem ermöglicht Inhalte schnell und problemlos auf sozialen Medien zu teilen. Zudem überzeugt Firefox durch seine Schnelligkeit und seinen geringen Ram-Verbrauch.

Symbolbild Webbrowser © Bildagentur PantherMedia Karsten Ehlers

Symbolbild Webbrowser © Bildagentur PantherMedia Karsten Ehlers

Die ersten Schritte

Firefox läuft auf Mac, Linux und natürlich Windows, genauer gesagt: Windows 10, 8, 7, Vista und XP (wobei allgemein davon abgeraten werden kann, Firefox für die beiden letztgenannten Betriebssysteme zu nutzen). Wer bereits ein Nutzer von Firefox ist, braucht nichts weiter zu tun, als Firefox zu öffnen, um es auf die neueste Version upzudaten. Sollte das nicht klappen, kann ein Update auch manuell eingeleitet werden, indem man in der Startleiste auf „Hilfe“ klickt und sich dann weiter zum Update-Button navigiert. Eine komplette Neuinstallation benötigt ca. 91 MB Arbeitsspeicher (im Vergleich hierzu benötigt Google Chrome etwa 406 MB). Ein weiteres Feature ist, dass in anderen Browsern gesetzte Lesezeichen und Pins bei der ersten Nutzung von Firefox simpel und einfach übernommen werden können. Die Standardsuchmaschine von Firefox ist Yahoo. Wer eine andere Suchmaschine bevorzugt, ist nur einen Klick von seinem Wunsch entfernt. Alle bekannten Suchmaschinen können in Firefox problemlos als Standard festgelegt werden.

Ein heißer Browser

Zugegebenermaßen klingt diese Überschrift etwas reißerisch, aber Umfragen in den USA haben ergeben, dass Firefox mit Abstand als der „attraktivste“ Browser gewertet wurde das gilt nicht nur für Funktionalität und Übersichtlichkeit, sondern tatsächlich auch für Design und Layout. Oft werden Chrome und Firefox verglichen, da sie auf den ersten Blick einen ähnlichen Aufbau haben. Bei genauerem Hinsehen allerdings merkt man sofort, dass sie grundverschieden sind:

Die Tabs von Chrome sind nicht abgerundet und verschwimmen nicht mit dem durchschimmernden Hintergrund, insofern sie nicht im Fokus der Maus liegen, wie es bei Firefox z.B. der Fall ist. Zudem zeigt Chrome stets alle geöffneten Tabs an, gleichwohl wie viele es nun sein mögen – das kann die Sache, insofern viele Tabs gleichzeitig geöffnet sind, immens unübersichtlich machen. Firefox hingegen fasst die Tabs, sind derer zu viele simultan geöffnet, in „Pakete“ zusammen, die sich nach Anklicken entfalten. Dies trägt zur Steigerung der Übersichtlichkeit bei und bietet dem Nutzer eine solide Hilfe, sich besser orientieren zu können.

Ein weiteres nennenswertes Feature ist, dass bei Firefox die Suchleiste und die Adressleiste zwei separate Leisten sind! Das ist bei vielen oder sogar bei allen anderen Browsern (leider) nicht der Fall. Andere Anbieter verlassen sich hier ganz auf die sog. „Omnibox“ – eine Kombination aus Adress- und Suchleiste. Das mag zunächst nicht allzu schlimm klingen, aber das Zusammenziehen beider Leisten verursacht einen tiefen Einschnitt in die Privatsphäre des Nutzers. Wieso?  Ganz einfach: Alles was der User in die sog „Omnibox“ eintippt, und das unabhängig davon, ob er auf Enter drückt oder nicht, wird an den Provider gesendet. Das muss nichts heißen, kann aber in extremen Fällen zu beispielsweise Data-Mining führen.

Firefox ermöglicht es einem, sich, wie bereits erwähnt, seine Suchmaschine selbst auszusuchen. Dadurch lässt sich die Websuche vom Nutzer zielgelenkt steuern. Zudem ermöglicht die Trennung beider Leisten ein differenzierteres Suchen, indem es einem leichter macht zwischen einer direkten Ansteuerung einer Website und einer allgemeinen Suche nach einem Thema zu unterscheiden.

Seit einiger Zeit wartet Firefox zudem mit seiner neuen „Tab Page“ auf. Eine sekundäre Startseite, die auf Kacheln die meistbesuchten Seiten und eine Suchleiste anzeigt.

An und für sich ist dies ein zeitsparendes Toll, leider aber kann man die Seiten, die als Kacheln angezeigt werden nicht selbst festlegen. Das macht es manchmal etwas mühselig, wenn man auf vielen verschiedenen Seiten unterwegs ist. Erscheint dann aber doch die richtige Seite, kann man sie glücklicherweise fixieren und hat sie fortan immer auf Abruf bereit. Darüber hinaus stehen einem zusätzliche Optionen zur Gestaltung der Seite zur Verfügung, wenn man auf den grauen Zahnrad-Button rechts oben klickt. Dadurch bleibt Firefox relativ unabhängig von den Internetriesen. Es stellt die Wünsche und Präferenzen des Nutzers in den Vordergrund und versucht nicht, ihn nicht etwa Richtung Google zu stupsen, wie beispielsweise Chrome.

Seit einiger Zeit kann sich Firefox damit rühmen, einen modernen „Three-Dash-Button“ zu haben (auch Hamburger genannt). Dies bedeutet schlicht, dass das Hauptmenü in Unterkategorien geordnet ist, die jeweils weitere Unterkategorien beherbergen und einem, klickt man auf den Menü-Button, nicht gleich alle Unterpunkte gleichzeitig ins Gesicht springen. Dies trägt immens zur Übersichtlichkeit bei und steigert die Nutzerfreundlichkeit erheblich. Andere Browser, wie z.B. nutzen noch die alte Variante des Hauptmenüs und wirken daher stellenweise oft überwältigend auf den User.

Auch in anderen Aspekten ist sich Firefox stets treu geblieben. Allen voran mit seiner Anpassungs- und Personalisierungsfähigkeit. So findet man am unteren Ende des Hauptmenüs den Button „Anpassen“ ist dieser gedrückt kann man das Aussehen der Hauptmenüs, der Untermenüs, der Startseite uvm. individuell anpassen. Das einzige, worin Firefox in Sachen Personalisierung einem anderen Browser nachsteht, ist die Unfähigkeit Tabs als Kacheln darzustellen, wie es bspw. mit dem Browser „Vivaldi“ möglich ist. Dieses Feature ermöglicht es einem, gleichzeitig mehrere Websites auf der Hauptseite darzustellen.

Video

Verschwundene Lesezeichen Symbolleiste im Mozilla Firefox wieder einblenden

Aber das ist noch lange nicht alles, was unser „heißer Browser“ so kann. Das Setzen von Lesezeichen in Firefox ist ebenfalls ein angenehmes Feature, das dem Nutzer beim Organisieren persönlich relevanten Contents hilft. Und es benötigt nicht mehr als einen einfachen Klick, um ein Lesezeichen in Firefox zu setzen. Man muss schlicht auf den oben rechts befindlichen Stern klicken, worauf dieser sich mittels einer netten kleinen Animation blau färbt und et voilà: Das Lesezeichen ist gesetzt. – Drückt man den klemmbrettartigen Button rechts neben dem besagten Stern, so öffnet sich ein ebenfalls hochgradig personalisierbares Untermenü, das einem alle bisher gesetzten Lesezeichen anzeigt.

Performance und Leistung

Zugegebenermaßen war Firefox während seiner Frühphase in Sachen Geschwindigkeit reiner Schrott – das hat sich aber in einem beinahe unglaublichen Umfang gebessert. Einst war es Chrome, dass den Geschwindigkeitsrekord unter den Web-Browsern hielt … diese Zeiten sind allerdings lange vorbei. Heute ist Firefox mit Chrome entweder gleichauf oder hat es schlicht überholt und spielt damit definitiv in der ersten Browser Liga mit.

Auch in Tests und Statistiken etwa die Lebensdauer der Laptopbatterie betreffend, die Ram-Nutzung oder die Stabilität des Systems unter Volllast schneidet Firefox immer glänzend ab.
Der Ruhm von Firefox geht inzwischen soweit, dass führende Persönlichkeiten der Computerbranche sich immer häufiger als Firefox-User „outen“.

Sicherheit und Privatsphäre

Seit Firefox zuerst als Browser angeboten wurde, tat es sich besonders durch seine stringenten Features rund um Sicherheit und Privatsphäre vor. So wartet es mit integriertem Schutz gegen Phishing und Malware auf und bietet zudem eine Möglichkeit zur Integration aller gängigen Antivirus-Softwares. Durch spezielle Systeme werden auch Plug-Ins immer sicherer, s. Hierzu CSP (Content Security Policy) das beispielsweise gegen XSS (Cross-Site-Scripting) schützt usw. Man könnte Firefox also ohne zu übertreiben zum führenden Browser im Bereich Sicherheit und Privatsphäre proklamieren. Eine seiner Zeit bahnbrechende Neuerung war das sog. „Do-Not-Track-System“, das erstmals von Firefox vorgestellt wurde. Ist dieses System aktiv, verhindert es, dass Webseiten den Nutzer automatisch tracken, Einträge über den Nutzer anlegen und beispielsweise gezielte (und oft unerwünschte) Werbung schalten. Das macht es dem Nutzer in Zeiten von Data-Mining und gehäufter und immer aggressiver betriebener Kriminalität im Internet leichter, sich zurechtzufinden ohne Angst haben zu müssen, ein Opfer zu werden.

Alles in Allem über Firefox

Wer mag keine schönen Dinge? Warum also nicht auch einen schönen Browser? Der weltweit „attraktivste“ Browser ist daher die perfekte Wahl für jedermann. Aber Schönheit ist ja bekanntlich nicht alles was auch nicht weiter stört, denn er kann so viel mehr: Er ist sauber, übersichtlich, schnell, sicher, geht vertrauenswürdig mit Nutzerdaten um, hochgradig personalisierbar und der Liebling der PC-Experten weltweit. Auch sollte nicht vergessen werden, dass Firefox in weltweiten Rankings stets einen der ersten Plätze belegt, zudem einer der meist-benutzten Browser weltweit ist und unabhängig der großen Internetriesen funktioniert.

Hier nochmal eine kurze Übersicht über Vor- und Nachteile:

Pro:

– Schnell
– Schick und schön
– Hohe Sicherheit
– Gute Kompatibilität mit Antivirus-Software und sozialen Medien
– Gute Syncing Eigenschaften
– Integrierte Video- und Tonchats

Contra:

– Kein integrierter Flash Support / (mehr)
– Keine 64-bit Version in älteren Versionen
– Kein Syncing mit iOS-Geräten

No comments yet.

Leave a Reply

Visit Us On FacebookVisit Us On Google PlusVisit Us On Twitter