KeePass – Verwaltung von Passwörtern

Im letzten Beitrag unserer Artikelreihe über den sicheren Umgang mit Passwörtern haben wir Ihnen bereits ein Online-Tool zur Verwaltung Ihrer Kennwörter vorgestellt: Passpack. Ein weiteres leistungsstarkes Verwaltungsprogramm ist KeePass. In den Grundzügen erfüllt es ähnliche Funktionen wie Passpack – da es dennoch einige Unterschiede gibt, nehmen wir das Programm im Folgenden etwas genauer unter die Lupe.

Funktionsumfang und Nutzerfreundlichkeit

Nach der Installation springt dem Benutzer ein Aspekt direkt ins Auge: KeePass verzichtet auf Schnörkel und unnötige Extras – der Funktionsumfang ist auf das Wesentliche beschränkt. Das Interface ähnelt dem eines Windows-Betriebssystems und ist schlicht und einfach gehalten, sodass ein schneller Einstieg möglich ist. Für eine hohe Übersichtlichkeit sorgt vor allem die Anordnung der Kennwörter in Gruppen. So können Sie die bestehenden Gruppen (beispielsweise Email, Internet und Windows) verwenden oder neue, individuelle Gruppen erstellen, um Ihre Passwörter zu organisieren.

Das Menü ist zunächst komplett in englischer Sprache. Auf der KeePass-Homepage können Sie jedoch eine deutsche Sprachdatei herunterladen. Entpacken Sie den Inhalt des Zip-Archivs in Ihren KeePass-Ordner. Nach einem Neustart des Programms können Sie unter View -> Change Language die Sprache auf Deutsch umstellen. Auf der Homepage des Herstellers finden Sie auch zahlreiche andere Sprachdateien.

Sicherheit

 

Bei KeePass werden zur Verschlüsselung der Kennwörter zwei Algorithmen verwendet, die als sehr sicher gelten: AES und Twofish. Ihre Kennwörter werden, ähnlich wie bei Passpack, zusätzlich durch ein Master-Passwort geschützt. Dieses sollte nur Ihnen bekannt sein und kann im Falle eines Verlustes nicht wiederhergestellt werden – im schlimmsten Fall haben Sie also keinen Zugriff mehr auf Ihre Kennwörter. Das Master-Passwort muss bei der ersten Verwendung von KeePass von Ihnen festgelegt werden. Es sollte so gewählt sein, dass es von niemandem erraten werden kann, sie es sich jedoch gut merken können.

Als zusätzliche Schutzmaßnahme können Sie im Optionsmenü einstellen, dass nach dem Minimieren des KeePass-Fensters erneut die Abfrage des Master-Passworts erforderlich ist, um Ihre Daten einsehen zu können. Auch diese Funktion erinnert an ein Feature von Passpack, kann bei KeePass jedoch individueller eingestellt werden. So können Sie beispielsweise genau angeben, nach welcher Zeit das Programm bei Inaktivität gesperrt werden soll. Wir raten Ihnen dringend, diese Funktion zu aktivieren: Auf diese Weise sind Ihre Daten auch dann geschützt, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen und versehentlich vergessen, das Programm zu schließen.

Als weiteres Extra ist bei KeePass bereits ein Passwort-Generator integriert, mit dem Sie einzigartige und äußerst sichere Kennwörter per Zufallsprinzip erstellen lassen können. Gleichzeitig wird Ihnen angezeigt, wie hoch die Sicherheit Ihres Passworts ist.

 

Fazit

KeePass beschränkt sich auf die wichtigsten Funktionen der Passwörterverwaltung und überzeugt gerade durch diese Schlichtheit. Da auf Schnörkel und unnötige Funktionen verzichtet wird, konzentriert sich die Effizienz auf den Sicherheitsaspekt. Wer den Funktionsumfang erweitern möchte, kann das mithilfe von Plugins erreichen – diese können Sie von der offiziellen Homepage herunterladen. Durch das intuitive Menü und die hohe Sicherheit, die Ihren Daten geboten wird, ist KeePass eines der effektivsten Tools, die derzeit zur Verwaltung von Kennwörtern erhältlich sind. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es völlig kostenlos angeboten wird. Wer den Hersteller jedoch unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende auf der Homepage tun.

Wer mehr zum Thema „Sicherheit mit Passwörtern“ erfahren möchte, sollte sich die anderen Beiträge unserer Artikelreihe ansehen.

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