Symbolbild Headset fürs Auto © Bildagentur PantherMedia Anetlanda

Headset fürs Auto

Da öffnet man frohen Mutes seinen Briefkasten und entnimmt mit großen Augen den sehr deutlichen Bescheid der Bußgeldstelle: Autofahren mit dem Handy am Ohr – das wurde jetzt teuer. Darüber hinaus erwartet den „Telefonsünder“ auch noch ein Punkt im Verkehrsregister in Flensburg.

Symbolbild Headset fürs Auto © Bildagentur PantherMedia Anetlanda

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Die aktuelle Rechtslage ist in diesem Punkt sehr eindeutig: Wer im Fahrzeug mit seinem Handy telefonieren möchte, der muss rechts an den Straßenrand fahren und sich aus dem laufenden Verkehr herausnehmen. Das bedeutet, dass alleine das Abschalten des Motors nicht ausreicht, um bußgeldfrei davon zu kommen.

Sobald der Fahrer am Straßenverkehr teilnimmt, ist eine Handynutzung am Ohr und in der Hand teuer und unangenehm. Auch das Warten an der roten Ampel berechtigt nicht zur Nutzung des Mobiltelefons.

Lösungsmöglichkeiten

Für ein straffreies Telefonieren bietet sich die Nutzung eines Headsets an, denn dabei hat der Fahrer die Hände frei und nicht am Handy, um zu telefonieren. Eine solche Sprechgarnitur ermöglicht das gleichzeitige Hören und Sprechen mit einem anderen Gesprächsteilnehmer beim Telefonieren.

Dies fordert die Straßenverkehrsordnung. Dabei sollte das Headset nur einseitig nutzbar sein, um die Geräusche des laufenden Verkehrs auf dem anderen Ohr wahrnehmen zu können. Nur so ist sichergestellt, dass zum Beispiel heranfahrende Rettungsfahrzeuge gehört werden. Da bei einem solchen Headset nur ein Lautsprecher vorhanden ist, ist die Wahrnehmung der Umgebung weniger eingeschränkt als bei einem beidseitigen Kopfhörer.

Ein beidseitiger Kopfhörer ist also eine äußerst schlechte Wahl – Finger weg!

Zwei technische Möglichkeiten bieten sich an:
– Kopfhörer mit Kabelverbindung zum Handy
– Kopfhörer mit Bluetooth

Wie unterscheiden sich die angebotenen Geräte?

Die Variante mit der Bluetoothfunktion ermöglicht eine kabellose Verbindung zum Handy. Diese Option eignet sich besonders für denjenigen, der sehr häufig während der Autofahrt telefonieren muss oder möchte. Kein lästiges Kabel behindert bei der Fahrt und schon nach kurzer Zeit nimmt man den kleinen Knopf im Ohr kaum noch wahr.

Bluetoothgeräte zeichnen sich durch einfache Handhabung und einem leichten Gewicht aus. Mit einem kleinen Knopfdruck am Kopfhörer schaltet man die Verbindung zum Handy frei und kann mit seinem Gegenüber telefonieren. Dabei kann das Smartphone problemlos einige Meter entfernt liegen und immer noch eine sehr gute Sprechverbindung hergestellt werden.

Die Kabelvariante ist für diejenigen sinnvoll, die wirklich nur sehr selten mit ihrem Handy während der Fahrt telefonieren und dies nur ausnahmsweise nutzen wollen. Beide Varianten des Kopfhörers bieten einen Kopfhörer sowie ein Mikrofon direkt am Ohr.

Statistik: Anzahl der Personen in Deutschland, für die eine tragbare Freisprecheinrichtung (mit Kopfhörer, Headset), ein besonders wichtiges Kriterium beim Kauf eines Handys oder Smartphones ist, von 2010 bis 2013 (in Millionen) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Worauf sollte ich beim Kauf unbedingt achten?

Wer sich ein hochwertiges Headset anschafft, wird mit einem angenehmen Tragekomfort und guter Sprachqualität belohnt. Je leichter das Gerät ist, umso angenehmer wird das längere Tragen. Darüber hinaus besitzen teurere Geräte eine bessere Akkukapazität und ermöglichen somit eine längere Sprech- oder Bereitschaftsverbindung.

Wer sich für eine dieser beiden Varianten entscheidet hat gegenüber einer festeingebauten, fahrzeugseitigen Freisprecheinrichtung die Option, sein Kopfhörer auch außerhalb des Autos, zum Beispiel am Schreibtisch zu nutzen. Dabei hat man dann beide Hände zum Schreiben frei.

DECT-Standard auch beim Kopfhörer

Zwischenzeitlich gibt es auch Kopfhörer, die den DECT(Digital European Cordless Telephony)-Standard nutzen und gegenüber Bluetooth eine deutlich größere Reichweite bis zu 150 Metern bieten. DECT unterstützt kurzzeitige Mobilität mit einer spezifizierten Qualität und besonders guter Verständlichkeit. Die meisten Kopfhörer verfügen, wohl aufgrund fehlender Notwendigkeit, nicht über diesen Standard.

Fazit

Das Telefonieren am Lenkrad kann äußerst teuer werden und bringt damit jede Menge Kummer mit sich, wird man dabei erwischt. Ein mobiles Headset schützt vor Bußgeldbescheiden, bietet ein bequemes Telefonieren während der Fahrt oder auch an anderen Plätzen. Bei den verschiedenen Gerätetypen empfiehlt sich die Nutzung eines kabellosen Gerätes, auch wenn dabei etwas mehr Gewicht zu erwarten ist.

Mit nur einem Knopfdruck am Kopfhörer schaltet der Nutzer die Verbindung zum Sender frei und kann zum Beispiel telefonieren, aber auch Musik hören. Nicht sparen sollte man bei der Qualität des Gerätes. Hier sollte das Augenmerk ganz besonders auf Akkukapazität, Kompatibilität und Hör- sowie Sprachqualität liegen. Dass die Geräte eine CE-Kennzeichnung haben sollten, bleibt hier als Selbstverständlichkeit nur nebenbei bemerkt.

                   

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